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Konsequenter Weg zu mehr Nachhaltigkeit

Die Universität Bamberg ist jetzt EMAS-zertifiziert

Ziel der Universität Bamberg ist es, ihre Umweltauswirkungen systematisch zu erfassen und ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Ein zentraler Schritt wurde im September 2023 erreicht: Die Otto-Friedrich-Universität ist nach einem Auditierungsprozess jetzt als eine der ersten bayerischen Hochschulen und als erste staatliche Universität in Bayern EMAS-zertifiziert. EMAS, das ist die Kurzbezeichnung für das „Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung“, in Englisch: „Eco-Management and Audit Scheme“. Organisationen, die ein Umweltmanagement nach EMAS etablieren, verpflichten sich dazu, alle einschlägigen Umweltrechtsvorschriften zu erfüllen und einen Prozess der kontinuierlichen Verbesserung der eigenen Umweltleistung zu organisieren.

Alle Bereiche der Universität sind einbezogen

Möglichkeiten, mehr Nachhaltigkeit an einer Universität zu leben, gibt es viele. „Mit dem Umweltmanagement nach EMAS geht die Universität einen konsequenten und systematischen Weg“, erläutert Kanzlerin und Nachhaltigkeitsbeauftragte der Universität Dr. Dagmar Steuer-Flieser. Der Zertifizierung ging ein Auditierungsprozess voraus: Die ersten Schritte waren bereits 2021 eine Bestandsaufnahme und die Erarbeitung grundlegender Strukturen, um die zahlreichen Bestrebungen im Bereich Nachhaltigkeit zu bündeln. „Die Steuerungsgruppe Nachhaltigkeit gibt es bereits seit 2016. Nun unterstreicht auch die Einführung von EMAS die strategische Ausrichtung der Universität“, erläutert Dagmar Steuer-Flieser. Es rücken beispielsweise die Möglichkeiten für selbsterzeugte Solarenergie, das Mobilitätsverhalten oder auch die jährlichen Gesamtemissionen in den Blick. Insbesondere stehen auch Inhalte von Forschung und Lehre im Fokus. So werden alle Bereiche der Universität einbezogen.

Umweltprogramm: Konkrete Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit

„Die Strukturen müssen von Beginn an so angelegt sein, dass der Veränderungsprozess langfristig gelingen kann“, erläutert Dr. Carolin Brix-Asala, Umweltmanagementbeauftragte der Universität. „Denn mit der Zertifizierung ist es nicht getan – EMAS ist ein fortlaufender Prozess.“ Immer wieder wird die Universität durch ein externes Gutachten validiert werden. Seit 2021 ist ein Leitbild entstanden, in dem sich die Universität dazu verpflichtet, Umweltbelastungen zu vermeiden, Ressourcen zu schonen und Klimaneutralität anzustreben. Daneben wurde ein ganz konkretes Umweltprogramm mit insgesamt zwölf Handlungsfeldern wie Mobilität, IT oder Bau- und Flächenmanagement und den Kernthemen Forschung und Lehre aufgesetzt. Hinter den Handlungsfeldern stehen 48 konkrete Maßnahmen, von denen einige bereits umgesetzt wurden oder sich derzeit in Umsetzung befinden. Dazu zählt etwa:

  • dass Wissenschaftler*innen, die zu Nachhaltigkeit forschen, sich vernetzen,
  • dass eine Treibhausgasbilanz sowie ein Reduktionspfad erstellt werden,
  • dass die Universitätsbibliothek Recyclingpapier zum Drucken anbietet,
  • dass die Beleuchtung zunehmend von Glühbirnen auf LED umgerüstet wird,
  • dass Stromsparmaßnahmen an Arbeitsplatz-PCs geprüft und umgesetzt werden,
  • dass der Einsatz von mehr Photovoltaikanlagen bei Neubauten und Sanierungen berücksichtigt wird.

„Die Maßnahmen sind vielfältig und erstrecken sich dementsprechend auf mehrere Bereiche“, sagt Dagmar Steuer-Flieser. „In der Summe können wir dadurch eine messbare Veränderung für unsere Universität herbeiführen und kommen damit unserer gesellschaftlichen Verantwortung sowie unserer Selbstverpflichtung nach, Umweltbelastungen zu vermeiden, Ressourcen zu schonen und Klimaneutralität anzustreben.“

Universität tritt „Race to Zero“ bei

Ein klimapolitisches Zeichen setzte die Universität auch im Juli 2023 mit ihrem Beitritt zur internationalen Kampagne „Race to Zero“. Die Institutionen, die sich „Race to Zero“ anschließen, verpflichten sich freiwillig dazu, bis spätestens 2050 CO2-Neutralität zu erreichen und bis 2030 zur Halbierung der Emissionen beizutragen. Die Universität Bamberg verfolgt das selbstgesteckte Ziel, bis 2030 eine klimaneutrale Universität zu gestalten. Dieser Schritt ergänzt und erweitert die bisherigen langjährigen Bemühungen im Bereich Nachhaltigkeit, die sich insbesondere auch in EMAS widerspiegeln.

Weitere Informationen zu EMAS unter: www.uni-bamberg.de/nachhaltigkeit/organisation/emas

Mehr Informationen zu den Nachhaltigkeitsbestrebungen der Universität Bamberg unter: www.uni-bamberg.de/nachhaltigkeit

Bild:(4.2 MB) Universitätspräsident Kai Fischbach (1.v.li.), Universitätskanzlerin Dagmar Steuer-Flieser (2.v.re.) und Carolin Brix-Asala, Umweltmanagementbeauftragte der Universität, (1.v.re.) freuen sich über die EMAS-Zertifizierung. Die entsprechende Urkunde überreicht Frank Lechner, Leiter des Referats Umwelt/Energie der IHK für Oberfranken Bayreuth (2.v.li.). Quelle: Benjamin Herges/Universität Bamberg

Weiterführende Informationen für Medienvertreterinnen und -vertreter:

Kontakt für inhaltliche Rückfragen:
Dr. Carolin Brix-Asala
Umweltmanagementbeauftragte
Tel.: 0951/863-1082
nachhaltigkeit(at)uni-bamberg.de

Medienkontakt:
Hannah Fischer
Pressestelle/Pressereferentin
Tel.: 0951/863-1445
redaktion.presse@uni-bamberg.de

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